Der Atlantik ruft… wir kommen…

Sonntag, 25.07.21: Der Wecker klingelt um 05:00… uhh… gähn… das ist so gar nicht unsere Zeit zum Aufstehen, doch wir haben einen langen Weg vor uns und wollen abends da sein. Also hoch und in Ruhe klar machen zum Auslaufen… es lohnt sich bestimmt…

Ein erster Blick aus dem Cockpit… ohh… was ist das???  Dichter Nebel im Hafen… hmm… nicht schön… doch was soll‘s… wir haben ja AIS und Radar…

Nach einem leckeren Frühstück… Motor an und ablegen… es ist kurz nach 07:00 Uhr… wir kommen gut aus der hinteren Ecke unseres Liegeplatzes raus und verlassen langsam den Hafen… Mehr als 3 Schiffslängen voraus sieht man nichts… nur eine weiße undurchsichtige Wand… Vorsichtig nehmen wir Kurs auf die vorgelagerte Insel „Ile de Baz“ und passieren sie östlich… die anderen Schiffe können wir gut über AIS und Radar sehen… und langsam wird die Sicht auch immer besser… prima.

Nördlich der Ile de Baz geht das Großsegel hoch, doch da der Wind unter 30° reinkommt, muss der Motor vorerst noch weiter unterstützen… ein insgesamt gemütlicher Start und die See ist ruhig.

Dadada… was ist da im Wasser… Delfine… ja eine ganze Schule davon… juhuu… die ersten Delfine auf unserer Reise… und Gerti hat sie zuerst entdeckt. Sie sehen aus wie Weißstreifen-Delfine und begleiten uns bestimmt 10 Minuten, schwimmen und springen kreuz und quer um unsere LADY rum… herrlich und immer wieder schön anzusehen.

Die Tiden-Strömung ist wieder gut mit uns und bereits um 12:00 können wir die Untiefenbank „ Plateau de Lizenn Wenn“ nördlich runden. Ab hier können wir einen etwas südlicheren Kurs nehmen und so passt es endlich zum Segeln… also Motor aus und gemütlich weiter segeln. Viel Wind ist nicht da, doch es reicht, das wir gut vorankommen…

Um 15:15 passieren wir den 28 Meter hohen Leuchtturm „Le Four“, der auf einer Granitinsel mit 25 Meter Durchmesser steht. Diesen Leuchtturm kennen wir von einem 3er-Bild (Jean Guichard), wo sich bis zur Spitze spektakulär die Wellen brechen. Man kann sich bei der gerade ruhigen See kaum vorstellen, was es hier zur falschen Zeit für unglaubliche Gewalten gibt…

Und dadada sind sie wieder… jeahh… Gerti sichtet erneut Delfine… mindestens ein Dutzend… diesmal scheinen es die großen Tümmler zu sein, die bis zu 4 Meter lang werden können… es sind die größten Delfine, die wir je gesehen haben… sie begleiten uns auch eine ganze Weile und kommen bis zur Hälfte immer wieder aus dem Wasser… und es sieht so aus als ob sie uns genau ansehen und begutachten wollen… ein schönes Gefühl so nah mit der Natur und diesen herrlichen Tieren verbunden zu sein.

Gemütlich passieren wir um 19:15 den Leuchtturm „Vieux Moives“ und können um die Ecke direkt Kurs auf die Halbinsel Crozon mit der Bucht von Camaret sur mer nehmen. Dort läuft gerade die Tosimotu mit Susi und Thomas aus, mit denen wir noch kurz Funkkontakt haben und eine gute Biskaya-Überquerung wünschen. Wir werden etwas später folgen…

Um 21:00 Uhr fällt unser Anker vor Camaret-sur-mer und wir freuen uns da zu sein. Endlich wieder ankern und bei herrlichem Sonnenuntergang genießen wir unseren Sundowner…

Camaret-sur-mer ist ein kleiner Fischerhafen, mit belebten kleinen Gassen, farbenfrohen kleinen Häusern und auffallend vielen kleinen Künstler-Ateliers. Am Strand davor liegen schön aufgereiht mehrere alte Fischkutter-Wracks, die nur noch als Fotoobjekte dienen und vorm Hafen ein auffallend ockerfarbenen Turm, der auch als der „goldene Turm“ bezeichnet wird und zum Unesco-Weltkulturerbe zählt.

Die Gegend läd auch zum Wandern ein und von der Anhöhe oberhalb der Stadt hat man einen tollen Blick auf die Biskaya und tolle Buchten mit Sandstränden und türkisfarbenen Wasser… einfach malerisch schön. Einladend ist der Strand auch zum Baden… doch bei nur 17° Wassertemperatur lassen wir das lieber…

Der Blick in diese herrliche blaue Weite… magisch… die gefürchtete Biskaya und der endlos weite Atlantik… liegen vor uns und rufen nach uns… wir kommen… mit großen Respekt und wir freuen uns…

Noch ein paar schöne Tage vor Anker… mit dem Beiboot in den Hafen… ein paar Reparaturen (u.a. die Toilette…. Details erspare ich euch hier…)… und täglich nach Wetterfenster Ausschau halten, wann wir über die Biskaya können… das Fenster kommt… und nachdem ein kleines Sturmtief durch ist (war vor Anker ziemlich rollig…), wollen wir am Samstag den 31.07.2021 über die Biskaya starten… wir sind sehr gespannt wie’s läuft…

Roscoff… und ein letzter Abschied

Dieppe war sommerlich warm und sehr schön… doch wir wollen ja weiter… und dazu brauchen wir Wind… der aber ließ auf sich warten. Die gleiche Hochdrucklage die uns dieses schöne Sommerwetter bescherte, sorgte auch für den fehlenden Wind… und so werden es 4 Tage, die wir in Dieppe verbringen. Dabei lernen wir auch ein paar Crews von anderen Schiffen kennen, die auf der gleichen Route sind wie wir… prima, denn wir werden uns bestimmt noch öfter treffen…

Mittwoch, 21.07.21: Der Wetterbericht hat ab 23:00 Wind aus der richtigen Richtung angesagt… endlich… zwar nur 10 Knoten, doch zunehmend und dann ist es auch für unsere schwere LADY ausreichend. Wir beschließen abends um 20:00 auszulaufen, da es zeitlich auch gut mit der zu erwartenden Tiden-Strömung zusammenpasst. Ziel mindestens Cherbourg und wenn’s gut läuft dann weiter bis Roscoff. Also mindestens eine Nachtfahrt. Das passt gut und Marcus ist eine tolle Unterstützung… so ist es mit den Nachtwachen auch ganz easy. Mit uns läuft auch noch die Thetis von Ellen und Stefan mit dem gleichen Ziel aus… Immer schön, wenn man noch einen zusätzlichen Kontakt auf See hat.

Noch liegt das Meer spiegelglatt und bleiern vor uns… in ein paar Stunden soll der Wind kommen… hoffentlich… solange motoren wir langsam in die Nacht hinein… Ein herrlicher Sonnenuntergang spiegelt sich auf dem glatten Meer… alles sehr sanft und ruhig… nur das Brummen des Motors stört… Wo bleibt er nur der Wind… nichts kräuselt sich auf dem Wasser… nichts kündigt ihn an… also weiter motoren… leider die ganze Nacht…

Dann am nächsten Morgen… endlich kommt er… 8-10 Knoten… nicht viel aber vielleicht was für unser neues CodeZero-Segel… das probieren wir gleich nach dem Frühstück aus… Der Wind dreht leicht, fällt viel zu raum ein und lässt auch wieder nach… so wird das nix… Nach einer halben Stunde holen wir das Segel wieder ein und motoren weiter… na ja… einen Versuch war‘s wert. Aber dann gegen Mittag… endlich !!! …wir baumen beide Genuas aus und segeln fast platt vor dem Wind… das läuft fast so schnell wie unter Motor… yeahh, so kann’s weitergehen…

Und es geht so weiter… der Wind nimmt bis auf 16 Knoten zu und wir rauschen mit der passenden Tiden-Strömung mit 8-9 Knoten Speed dahin… wunderbar. Um 14:30 haben wir Cherbourg backbord querab und unser Mindestziel erreicht… da es aber so gut läuft, nutzen wir diese Gunst und lassen es weiter laufen…

Das „Cap de la Hague“ können wir so noch mit der Strömung runden, was hervorragend ist, da die Strömungen nach dem Cap in Richtung Kanalinseln bis zu 6 Knoten gegenan sein können …das ist dann nicht mehr lustig, zumal sich dabei auch sehr starke Wasserturbulenzen entwickeln… Bei uns passt aber alles und es geht mit sehr angenehmen Schiffsbewegungen in den Abend… wir können sogar mit ausgeklappten Cockpittisch entspannt unser Abendessen beim Sonnenuntergang genießen… was für ein schöner Moment und wir sind klar für die zweite Nacht. Doch es soll nicht so bleiben… der Wetterbericht sagt zunehmenden Wind an und für den frühen Nachmittag des nächsten Tages Gewitter mit Regen und Starkwind. Da sind wir dann hoffentlich schon im Hafen…

  • Gegen 22:00 Uhr dreht der Wind auf Ost und eine der beiden Genuas fällt ein… also entweder Kurs ändern oder die Segel. Wir nehmen die kleine Genua und beide Bäume weg und setzten das Groß dazu… so sollte es passen und wenn es nachts wirklich stärker bläst, können wir die GE einfach wegrollen. Mit dem letzten Tageslicht steht die neue Segelstellung und die erste Nachtwache beginnt…

Es ist 02:00 morgens als der Wind deutlich auffrischt und auf über 20 Knoten ansteigt… zeitgleich sorgt ein großer Fischkutter mit wechselnden Kollisionskursen für Unruhe… die Wellen sind deutlich höher geworden und die Strömungen die Wind gegen Tide hervorrufen sind deutlich spürbar… So schnell kann ruhiges Segeln auch wieder vorbei sein… Wir reffen die große Genua um mehr als 2/3 weg und peilen angestrengt den Fischer… und langsam entspannt sich die Lage wieder. Später hören wir von anderen Crews ähnliche Erfahrungen mit den Fischern in dieser Gegend… man könnte fast meinen, dass es keine Zufälle sind… jedenfalls sollte man hier immer gut Ausschau halten!

Gegen Morgen nimmt der Wind wieder etwas ab und wir können wieder voll ausreffen. Wenig Schiffe sind zu sehen aber eines ist etwas ganz Besonderes… es ist die Bureau Vallée 2, der IMOCA-Gewinner des Vendée-Globe 2016 und Dritt-Platziere der Vendée Globe 2021. Mit seinem Speed können wir zwar nicht mithalten, doch es läuft gut und wenn’s so bleibt, können wir fast 2 Stunden früher als erwartet Roscoff erreichen.

Tatsächlich… wir schaffen es, bergen die Segel im Vorhafen und bekommen vom Hafenmeister einen guten Platz im Hafen zugewiesen. Dieser liegt allerdings in der hintersten Ecke vom ersten Steg und der Wind steht quer drauf… also Vorsicht und ganz langsam!!!… wir kommen gut rein und ein paar helfende Hände unterstützen uns vom Steg aus. Prima und wir freuen uns, dass wir gut fest sind.

Nur 15 Minuten später beginnt es leicht zu regnen… wie schön, dass wir schon sicher und im trockenen sind. Es sollte aber wie angekündigt noch mehr werden… Nach einem kleinen Windverschnaufer briest es dann richtig auf… der Wind pfeift durch den Hafen und die Schiffe neigen sich zu Seite. Für die jetzt reinkommen Yachten wird es spannend… es ist Hafenkino angesagt… und wir sehen das Unheil in Zeitlupe kommen. Eine einfahrende Yacht scheint die Situation nicht im Griff zu haben, fährt viel zu schnell und kommt den seitlichen Schiffen immer näher… die Nackenhaare stellen sich auf… man mag gar nicht hinsehen… das geht nicht gut… ein Versuch zum Drehen scheitert und sie touchiert drei festliegende Yachten… es kracht schaurig und alle wollen helfen… aber wie….? Jetzt kommt sie in unsere Richtung und hält mit dem Bug mittschiffs auf das hinter uns liegende Schiff zu… es droht großer Schaden… der Skipper der Unglücksyacht gibt nun endlich stärker rückwärts… Abstand nur noch ein halber Meter… drei Männer drücken den Bug vom hinter uns liegenden Schiff mit aller Kraft weg… damit nähert er sich allerdings unserem Heck bis auf weniger als 1 Meter… wir drücken mit vereinten Kräften auch von unserem Heck weg und dann endlich die dringend benötigte Hilfe… der Hafenmeister hat mit seinem starken Schlauchboot die Yacht am Haken und zieht sie langsam in die Hafenmitte… Puhh… Glück gehabt…. aber das Spiel ist noch nicht zu Ende… kurz drauf kracht die Yacht rückwärts auf der gegenüberliegende Seite mittschiffs in eine weiter Yacht… und dann irgendwann hat das Ziehen und Bugsieren mit dem Hafenmeister-Schlauchboot Erfolg und die Yacht ist endlich fest. Andere Yachten sind in der Situation im Vorhafen geblieben bis der Wind nachlässt… das war sicher die bessere Variante…

Der restliche Tag verfliegt schnell und wir genießen noch einen letzten gemeinsamen Abend, denn morgen muss Marcus leider zurück nach Hause… ein langer Weg steht ihm bevor, beginnend mit dem Bus von Roscoff nach Morlaix, dort weiter mit dem Zug nach Paris, von Paris über Frankfurt nach Hamburg…ca. 15 Stunden Reisezeit. Der Abschied am nächsten Morgen fällt schwer… doch es nutzt nix und mit dem ersten Morgen-Bus geht’s für Marcus zurück nach Hause wo ihn seine Frau und sein Sohn schon sehnsüchtig erwarten… alles klappt prima und für uns geht die Reise nun allein weiter…

Roscoff ist ein schöner kleiner Ort an der Nordküste der Bretagne… mit einem sehr ursprünglichen Charme…  viele sehr alte kleine Häuser, überwiegend noch in der damaligen Naturstein-Bauart ohne Putz und sehr gut erhalten oder renoviert… ein typisch bretonischer Ort in dem die Zeit stehen geblieben scheint.

Vom Hafen aus fährt ein Bus zum Ort und macht darüber hinaus eine kleine Rundtour durch die umliegende Gegend… für Gäste kostenlos, was ein sehr schöner Service ist (er hält auch direkt vor einem außerhalb liegenden großen Supermarkt). Wir nutzen ihn und genießen den Ausblick und einen anschließenden leckeren Imbiss im Hafen.

Zurück an Bord holen wir uns den aktuellen Wetterbericht und sehen für den nächsten Tag ein gutes Wetterfenster für die weitere Fahrt. Der Atlantik liegt vor uns… und wir wollen gerne nach Camaret sur mer, was für uns der ideale Absprungort für die Biskaya-Überquerung sein soll…

Frankreich… wir sind da…

Nach dem ungeplanten Arbeitseinsatz in Zeebrugge, haben wir von Belgien nicht mehr viel gesehen… Zeebrugge ist zwar nicht der Hingucker, doch die Leute hier sind alle supernett und hilfsbereit, die Marina ist sehr gepflegt und das Wlan-Netz top. Brugge soll sehr schön sein… vom Hafen aus einfach mit dem Zug zu erreichen und zur Besichtigung einen ganzen Tag einplanen… so der Tipp den wir bekamen. Die Versuchung war groß noch einen Tag zu bleiben, doch ein Blick in die Wetterprognose zeigte uns, dass der Wind nach Frankreich gut steht…. also entscheiden wir uns für den günstigen Wind…

Donnerstag, 15.07.21: Klar zum Ablegen… es ist 08:30… die Nachbarn wünschen gute Reise und der Hafenmeister hilft freundlich winkend die Leinen zu lösen. Wir fahren hinaus in den Vorhafen und merken schnell… der Wind hat bereits hier die angesagten 24 Knoten (in Böen sind bis 29 Knoten angesagt)… also Groß ins 2. Reff und mit Motor den Hafen hinaus… Der Wind kommt in der Einfahrt genau von vorn… begleitet von bis zu 1,5 Meter hohen Wellen, die kurz und steil sind… Der Bug taucht immer wieder kräftig ein… Gischt spritzt über das ganze Deck und salzt uns innerhalb weniger Minuten voll ein… dennoch taucht unsere Lady weich in die Wellen ein, so dass unter Deck nichts klirrt oder scheppert… das ist schon mal gut… trotzdem schaut die Bordfrau den Skipper zweifelnd an und hofft, dass es so nicht den ganzen Tag geht…

Es dauert ca. eine Stunde bis wir aus dem engen Fahrwasser mit dicken Pötten und nach einer langen Linkskurve raus sind … jetzt sind Wind und Welle günstiger und wir setzten die kleine Genua mit 2/3 dazu, Motor aus und so laufen wir stark gerefft schräg an den Wellen hinaus. Die Tide ist günstig und die SOG (speed over ground) geht teilweise auf bis zu 10 Knoten hoch… Das macht Laune und auch die über Deck wehende Gischt wird weniger… die Fahrt ruhiger und der Blick der Bordfrau entspannter…. Der Kurs führt weit backbord vom Hauptfahrwasser durch die Gassen mehrerer Sandbänke bis Calais… dann steuern wir auf‘s Kap zu und wie angekündigt lässt hier der Wind deutlich nach… wir können voll ausreffen und nach einem Winddreher auch das Vorsegel ausbaumen… so läuft es sehr ruhig und stabil dahin… ABER… die Tide macht die Nordsee sehr besonders… sie läuft leider nicht immer mit, sondern in Abständen von ca. 6 Stunden auch in die andere Richtung… ein ewiges hin und her… so tauschen wir langsam die 2 Knoten Schiebestrom gegen bis zu 3 Knoten Gegenstrom ein und die SOG sinkt bis auf teilweise unter 4 Knoten Fahrt… Tja, das macht die Berechnung der Ankunftszeit schwierig und wir haben uns um über 2 Stunden verrechnet… dennoch kommen wir noch bei Tageslicht um 22:00 in Bologne sur mer an. Anmeldung bei Port-Control auf CH12 und dann bei der Marina auf CH9. Einreise absolut easy… keinerlei Kontrollen… keine Tests…

Der Hafen ist ziemlich voll, doch der Skipper der Triton (eine deutsche HR38) winkt uns, neben ihm längsseits zu gehen und hat schon Fender ausgebracht. Sehr freundlich und prima Seemannschaft. Inzwischen ist es 22:30 und wir lassen den Tag etwas müde bei kühlen Drinks ausklingen…

Nächster Morgen… Anmeldung im Port-Office… dann geht‘s auf den genau gegenüberliegenden Fischmarkt. Hier wird von kleinen Fischerfamilien alles angeboten, was die Nordsee bietet… und wir decken uns für den Abend mit lecker frischen Fisch und Gambas ein… das wird ein Festessen…

Faszinierend ist der hier deutlich sichtbare Tidenhub… die Fischerboote liegen wie wir auch an Schwimmstegen, die alle 6 Stunden mehr als 6 Meter hoch und dann wieder nach unten gehen. Die Gangway am Stegende geht einmal ganz steil nach oben und nach der nächsten Tide ist sie wieder fast waagerecht… sehr beeindruckend…

Mit dem freundlichen Skipperpaar der Triton gibt es einen interessanten Infoaustausch… sie waren mit ihrer HR38 schon mal 2 Jahre auf Langfahrt und haben viele Tipps und Hinweise… Wir vereinbaren am nächsten Morgen um 08:00 gemeinsam auszulaufen und als nächsten Hafen Dieppe anzusteuern… der Wind soll gut werden und das sieht nach einem schönen Segeltag aus…

Samstag, 17.07.21: Pünktlich um 08:00 startet der Motor… wir sind klar zum Ablegen. Auch die Triton ist startklar… Leinen los und mit langsamer Fahrt geht’s Richtung Vorhafen… das Groß geht hoch und wir verlassen den Hafen. Heute haben wir das genaue Gegenteil der letzten Hafenausfahrt… sehr entspannt und der Wind kommt schräg von achtern… da bleibt alles trocken und die Crew freut sich. Der Wind hat heute nur 12 Knoten aus NNE und wir können unsere große Genua ausbaumen. Wie ein großer weißer Schmetterling gleitet LadyBlue nun dahin und macht gute Fahrt… völlig entspanntes Segeln… und auch die Temperaturen sind sehr angenehm…

Den Kurs nach Dieppe nehmen wir als leichten Bogen, fahren weit auf See raus und bekommen den angekündigten Winddreher so mit, das wir bis vor Dieppe die Segelstellung nicht mehr ändern müssen. Das ist prima… auch wenn der Wind ein paar Meilen vorm Hafen fast einschläft und wir die letzte Stunde motoren müssen.

Vor der Hafeneinfahrt sehen wir 3 roten Lichter(!) und bitten Port Control auf CH12 um Einfahrtserlaubnis, doch wir werden gebeten zu warten… Eine große Fähre macht sich gerade zum Auslaufen klar und die sollen wir westlich der Ausfahrt abwarten… aufgestoppt dümpeln wir vor der Hafeneinfahrt und der jetzt stärker zu spürende Seegang klatscht die Wellen spritzend unters Heck… doch es dauert nur 10 Minuten bis sich die dicke Fähre durch die Einfahrt schiebt und wir grünes Licht und über Funk das „go“ bekommen… Wir melden uns über CH09 auch bei der Marina an und werden an den Stegen von einem Marinero im Dinghi erwartet, der uns zu unserem Platz eskortiert… prima Einweisung ohne langem suchen und anschließend noch persönliche Begrüßung an Steg… toller Empfang…

Dieppe ist bis jetzt zwar der teuerste Hafen (47,- € pro Nach) und das Wlan-Netz funktioniert leider nicht… doch es ist dafür sehr schön… eine alte eingewachsene Stadt an der Alabasterküste (das erste Seebad Frankreichs) mit einer erhöht liegenden sehr schönen Burganlage und einlaufend Backbord thront auffallend die Chapelle Notre-Dame-de-Bonsecours, eine schöne kleine Kirche die für Seeleute und Fischer errichtet wurde, die ihr Leben auf dem Meer verloren haben.

Im Hafen und und den vielen kleinen Gassen der Stadt pulsiert das Leben und ein Restaurant neben dem anderen lädt an der Promenade zum Verweilen ein und lecker essen ein… hier kann man es auch ein paar Tage mehr aushalten… und auch einen tollen Fischmarkt gibt es genau gegenüber mit allen Leckereien des Meeres… 🙂

Servus Deutschland… „Kurs West“

Cuxhaven, 06.07.21: Der Hafen von dem aus viele Schiffe Deutschland verlassen… schön wäre auch Helgoland gewesen, doch da wir schon Anfang Juli haben, wollen wir lieber mit der nächsten Ostwindlage nach Westen segeln. Bis zum Wochenende soll der Wind drehen und dann geht’s los… yeahh..

Ein paar Tage bleiben also noch und so beschäftigen wir uns mit den letzten offenen ToDo’s… Update für unsere Plotter, alle Raymarine-Geräte und die neue Wettersoftware. Geduld ist mal wieder gefordert, da die Downloadrate im Hafen sehr niedrig ist und bei rund 2 GB einige Stunden vergehen… auch die Installation hat ihre Tücken… und beim Üben mit der Wettersoftware vergehen weitere Stunden ruckzuck…

Dann die erste ungeplante Überraschung… ich klappe unser Steuerbord-Solarpanel hoch und knack ist eine Relingsstütze gebrochen… unter der Schweißnaht zur neuen Reling einfach ab… uups… das hätte ich nicht erwartet… doch bei genauer Betrachtung eine vorprogrammierte Schwachstelle, da das kurze achtere Relingsrohr nur auf dieser einen Stütze steht und vorn und hinten an den alten Relingsdrahtösen nur eingespannt ist.

Das war eine blöde Idee und kann so nicht bleiben… nur woher jetzt einen Handwerker bekommen der schweißen kann…? Die Suche schluckt viele Stunden und ist erst am nächsten Tag erfolgreich… die Fa. „Gall & Seitz“ schickt kurzfristig einen Schweißer. Super!!! Bei der Gelegenheit werden die nun erkannten Schwachstellen an der Reling ringsum nachgeschweißt… und alles wird hervorragend erledigt… jetzt ist alles bombenfest… da sollte nun nix mehr passieren. Diese Firma können wir sehr empfehlen.

Marcus und Antje kommen mit unserem Enkel erneut an Bord und wir verbringen zwei schöne Tage…. Marlon unser Enkel ist dabei natürlich wieder der Mittelpunkt und sein energiereicher Entdeckerdrang fordert abwechselnd unsere ganze Aufmerksamkeit… ungewohnt aber schön…

Samstag 10.07.21: Marcus wird uns die ersten beiden Wochen begleiten und der Abschied von Antje und Marlon fällt schwer… auch ein paar Tränen fließen… doch dann erneut Leinen los… rund eineinhalb Stunden nach Hochwasser verlassen wir um 16:00 Cuxhaven und fahren auf die Elbe raus… mit der ablaufenden Tide geht’s schnell elbabwärts der offenen Nordsee entgegen. Wir fühlen erstmals deutlich… jetzt geht’s tatsächlich richtig los…

Der Plan, ist in einem Rutsch die Ost-und Westfriesischen Inseln und auch die Traffic-Zone bei Rotterdam zu passieren. Also mindestens bis Belgien oder bei gutem Wind sogar bis Frankreich. Der Wind lässt allerdings sehr zu wünschen übrig… er kommt zwar aus der richtigen Richtung, doch löchrige 5-9 Knoten von achtern sind für unsere schwere Lady nicht viel… und so müssen wir den Großteil der Strecke motoren… das ist schade… aber was soll’s… Hauptsache erstmal eine wichtige Strecke nach Westen schlucken…

Die erste Nacht ist sehr schauklig und wir finden wenig Schlaf… wegen Neumond auch stockdunkel… aber Leuchtfeuer und andere Schiffe sind gut sichtbar. Am nächsten Tag dann eine schöne Begegnung auf See… unser Freund Armin holt mit seiner Crew sein neues Schiff aus den Niederlanden ab… wir treffen uns querab von Terschelling auf See…. er hält unter Motor direkt auf uns zu und wir dachten schon… wer kommt denn da, der scheinbar nicht ausweichen will… lustig… und die Nebelhörner tuten um die Wette…

Die zweite Nacht deutlich ruhiger und wir werden mit einem unglaublich starken Meeresleuchten belohnt… so stark haben wir es lange nicht mehr gesehen… faszinierend schön…. kommt auf den Fotos aber lange nicht so stark raus…

Montag, 12.07.21: Sechs Stunden schönes und schnelles segeln und dann verlässt uns der Wind wieder. Der neueste Wetterbericht sagt auch wenig Wind für die nächste Nacht voraus und zusätzlich für den Abend auch noch Starkregen. Die Inseln und die breite Traffic-Zone von Rotterdam haben wir hinter uns… also fällt die Entscheidung für Belgien und wir nehmen Kurs auf Zeebrugge…

Wenige Meilen vor dem Hafen zieht sich das Wetter zu… Seenebel kommt auf und Starkregen setzt ein… wir schalten das Radar dazu um besser auch Schiffe ohne AIS zu sehen…. doch dann passiert etwas Unglaubliches, was für uns zu einem Mega-Stresstest wird. Auf einen Schlag fallen alle Navigationsgeräte einschließlich Tiefenmesser und Autopilot aus… uns bleiben nur noch das Funkgerät, der Magnetkompass und die immer bereitliegenden Papierseekarten… Schock !!!… ausgerechnet jetzt und hier… keine Sicht… Untiefen… viel Schiffsverkehr… und nun?…. was tun?… ein Check der Sicherungen ergibt keine Erklärung… alles ok und trotzdem kein Strom… ratlos… ächtz… die ersten Schweißperlen auf der Stirn… 1.000 Gedanken schießen durch den Kopf… in welche Richtung geht’s zum Hafen… letzter Kurs 180°… manuelle Steuerung langsam voraus… wie weit und in welcher Richtung wird es flach?… scharf Ausschau halten!… sollen wir eine Securite-Meldung über Funk absetzen?… Nebelhorn klar!… oder was? …erstmal unbedingt ruhig bleiben… was haben wir noch… ahh das Handy mit der Navionics-App drauf… ok eine Notlösung… funktioniert… durchatmen… danach sind wir wieder auf Kurs… „Spielzeug-Navigation“ aber besser als nix… Wir rufen unseren Freund Dieter an… ein super Handwerker, der uns den entscheidenden Tipp gibt… wir überbrücken zwei Plus-Schienen am Schaltpanel und haben den Großteil unserer Instrumente zurück… nur die beiden Plotter wollen nicht mehr. Egal das reicht jedenfalls um in den Hafen von Zeebrugge zu kommen…

Anmeldung über Channel 71 und dann an den Visitor-Steg. Dort werden wir vom Hafenmeister empfangen und bekommen einen prima Liegeplatz. Geschafft. Was für ein Abenteuer. Darauf hätten wir gerne verzichtet… doch auf See und vor Gericht ist eben alles möglich…

Repariert wird morgen… es ist bereits 21:00… jetzt erstmal ordentlich Anti-Stressgetränke tanken und den Adrenalinspiegel runterfahren… hoch die Tassen, auf das alles gut gegangen ist… das gelingt ganz gut und die Nachwehen merken wir am nächsten Morgen… auch egal, dass musste sein…

Nach dem Frühstück ist Fehlersuche und Reparieren angesagt… was nur ist die Ursache für diesen kapitalen Ausfall… doppelte Systeme und trotzdem alles weg… genau so sollte es nie passieren. Dieter wusste Rat… er berät uns telefonisch hervorragend und danach sind wir in der Lage den Fehler zu finden und zu beheben. DANKE Dieter. Letztlich war es ein Kabelbruch zum neuen Plotter, der einen neuen Wandler für das neue getrennte Navigationsnetz durchbrennen ließ… eine sicher seltene Kettenreaktion doch das war aus neuem Blickwinkel die „Achillesferse“. Ein Tag Kabelsalat und jetzt ist alles so umgeklemmt, das sowas nie mehr passieren kann. Erfahrung macht schlau… und man lernt ja nie aus… also letztlich wieder viel dazugelernt und eine Schwachstelle im System beseitigt. Alles gut gegangen und die Stimmung ist wieder gut. Auch Dank an Manfred, der uns mit seinem Super-ITler erneut bei der Surfacebook-Konfiguration geholfen hat (nun hab ich‘s kapiert) ;-). Jetzt noch einen zusätzlichen Tag in Zeebrugge zur Ruhe kommen und dann weiter Richtung Frankreich… juhuu…

Fortsetzung folgt…

„Leinen los“… wir sind unterwegs…

Die restliche Vorlaufzeit verflog wie im Zeitraffer… packen, einkaufen, einräumen… bald war jedes Fach und jeder Schrank gefüllt und wir hatten immer noch diverse Sachen zu verstauen… wohin nur damit… langsam aber stetig verschwand aber auch das irgendwo im großen Bauch unserer Lady… und der Rest wurde kurzerhand in eine freie Koje gestopft… Leesegel davor und das wird dann irgendwann später sortiert… ächz…

Dann war’s soweit… Samstag der 03.07.21 / 10:30 Motor an…..10:45 „Leinen los“ und ablegen… Unsere Kinder und Enkel sind mit an Bord und wollen uns bis Kiel begleiten… Nebelhörner tuten zum Abschied und Freunde auf der Werft winken uns zu. Ganz langsam und fast ungläubig verlässt unsere LADY BLUE den Werfthafen auf der Teerhofinsel in Richtung Trave… backbord abbiegen, dann Fahrt aufnehmen… wir sind unterwegs…!!!

Die Ufer der Trave gleiten an uns vorbei und nach rund 1,5 Stunden haben wir Travemünde und die freie Ostsee erreicht. Jetzt geht‘s nach Heiligenhafen, wo wir noch unseren Segelclub HYC besuchen wollen. Die Fahrt vergeht schnell und wir freuen uns endlich losgekommen zu sein.

Um 18:10 erreichen wir Heiligenhafen und nähern uns langsam unserem alten Liegeplatz am Steg 5… Am Steg 4 stehen schon die Ersten Freunde zur Begrüßung und blasen kräftig ins Nebelhorn… am Steg 5 legt unsere LADY BLUE dann unter dem lauten tröten vieler weiterer Nebelhörner unserer Segelfreunde vom HYC an. Was für ein toller Empfang… Gänsehaut…

Nach reichlich Sekt und freudiger Begrüßung auf dem Steg, geht’s leicht wankend zum HYC-Clubhaus. Dort gibt’s noch was zum Essen und lecker Bier… es wurde ein lustiger und sehr schöner Abend. Vielen Dank und wir freuen uns, da wir die meisten wegen Corona lange nicht gesehen haben. Nun sind zumindest alle geimpft, was ein Treffen leichter macht… wenn auch mit der gebotenen Vorsicht und im Freien.

Der nächste Morgen… geplanter Start um 10:00… wird natürlich nix… irgendwie fehlt noch die Routine… und wir lassen uns auch gerne von unserem Enkel ablenken… 😉   aber dann… ein letzter Abschied von unseren HYC-Segelfreunden….der Steg ist gut besuchet… wir freuen uns… 10:35 Motor an und um 10:45 heißt‘s erneut „Leinen los“… begleitet von einem unglaublichen Hubkonzert der Nebelhörner in das auch fremde Schiffe mit einstimmen… wir haben Tränen in den Augen… das war wirklich sehr emotional für uns… herzlichen Dank an alle die da waren… 😉

Ein paar Schiffe begleiten uns noch aus dem Hafen… allen voran Peter mit der Desireé… ein paar Fotos noch und dann geht’s weiter Richtung Kiel… kurz vor dem Sperrgebiet wartet die Johanna mit Silke und Bernd an Bord und verabschieden uns noch auf „hoher See“… ein sehr schöner Moment… tolle Freunde… 😉

Der Wind ist schwach… nimmt jedoch zu und auch noch aus der richtigen Richtung, so dass wir bis kurz vor die NOK-Schleuse segeln können. In Stickenhörn machen wir fest und unsere Kinder gehen von Bord… doch vorher gibt’s noch einen schönen Spaziergang mit dem Enkel, der ganz fasziniert war von Hunden, Möwen, Schiffen und Wasserhähnen… sehr lustig… ein weiterer Besuch ist noch in Cuxhaven geplant…

Und dann bekommen wir noch Besuch von Dörte und Jens die mit Ihrer Aurelie-Trendel eigentlich in Portugal sind… jedoch gerade auf Heimatbesuch… Wir haben uns vor 2 Jahren auf einem Medizin-Seminar kennengelernt und sie sind inzwischen erfahrene Blauwassersegler. Gerne tauschen wir Gedanken und Tipps aus und vielleicht treffen wir uns ja bald irgendwo im Süden wieder. Ruckzuck war’s wieder fast Mitternacht… unglaublich wie die Zeit verfliegt bei so spannenden Themen… aber nun ab in die Koje.

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 06:00… gähn… doch wir wollen früh in den NOK… und es klappt…. Um 06:50 können wir zusammen mit einem dicken Pott und nur einer anderen Yacht in die Holtenau-Schleuse einfahren und sind schon um 07:00 auf dem Kanal… das war überraschend schnell… super !!!  Es läuft prima, mehrere dicke Pötte fahren beeindruckend nah an uns vorbei und ein Blick auf den Tidenplan der Elbe zeigt, dass wir es heute mit ablaufender Tide noch bis Cuxhaven schaffen können… die läuft dort rund 1,5 Stunden nach. Also ein bisschen rechnen, Gas geben und um 16:50 laufen wir nach rund 100 Km in die Schleuse Brunsbüttel ein. Wir sind vorerst das einzige Schiff in der Schleuse… es dauert… und mit Blick auf das enge Tidenfenster kommt etwas Unruhe auf…. dann kommt noch ein weiteres Schiff und um 17:20 können wir auf die Elbe auslaufen… freie Fahrt…

Das Wasser auf der Elbe ist deutlich rauher, doch wir haben rund 3,5 Knoten Strom mit uns und sausen mit teilweise 10 Knoten elbabwärts Richtung Cuxhaven. Das fühlt sich gut an und das Timing geht auf…kurz bevor die Tide endgültig kippt laufen wir um 18:10 in Cuxhaven ein. Erleichtert und bester Stimmung legen wir uns an den vom Hafenmeister reservierten Platz. Geschafft… jetzt erst mal einen kräftigen Manöverschluck und dann ist bis Freitag entspannen angesagt… na ja… und natürlich auch noch ein bisschen Arbeit… es gibt ja immer was zu tun, damit es nicht langweilig wird…

Jetzt geht’s los… der Countdown läuft…

Rund 13 Monate später als ursprünglich geplant, geht’s jetzt endlich los… Unsere LADY BLUE ist startklar und wartet genau wie wir sehnsüchtig darauf, die Leinen loszuwerfen…

Die Zeit haben wir gut genutzt, um nach der Testfahrt im Sommer 2020 noch viele Dinge zu optimieren und zu ergänzen. Die ToDo-Liste wahr erstaunlich lang… und so verging die Zeit auch schnell. Typischerweise kann das auf einem Schiff immer so weitergehen, weil einem immer wieder was Neues einfällt und ein Schiff dann eigentlich nie wirklich fertig ist… aber was heißt das schon… für uns ist unsere LADY nun mehr als nur fertig und sie rüttelt an den Leinen und will los…

Spät kam sie dieses Jahr ins Wasser, weil das für Aluschiffe spezielle Antifouling lange nicht lieferbar war (es fehlten beim Lieferanten Dosendeckel zum Abfüllen… unglaublich!). Doch seit gut zwei Wochen schwimmt sie wieder und wir sind kräftig am Einräumen, Umräumen, seefest Verstauen… und noch viele Dinge mehr, die einem für eine längere Reise so einfallen… und davon gibt es reichlich… Trotz ausreichend Vorlaufzeit, wird es vor dem Start deshalb immer eng… so auch bei uns… doch wir schaffen das…

Am Samstag den 03.07.2021 geht’s los in Richtung Heiligenhafen zu unseren Segelfreunden vom HYC, dem Heiligenhafener Yachtclub. Der Countdown läuft…

Eine Abschiedsfeier ist wegen Corona leider nicht möglich, trotzdem wollen wir dort vorbeischauen und tschüss sagen… das Feiern holen wir dann später nach…

Startverschiebung wegen Corona-Krise

Lange haben wir mit einer Entscheidung gerungen, doch Corona zwingt uns leider zur Planänderung.

In einigen Ländern stehen die Zeichen zwar auf Lockerung und auch unsere Häfen sollen am 04.05.2020 wieder öffnen…., doch international sieht die Lage leider weiter sehr kritisch und unkalkulierbar aus. Also keine guten Voraussetzungen für eine lange Blauwasser-Reise…

Wir verschieben daher unseren Start auf einen späteren Zeitpunkt und warten erst mal ab bis sich die Situation deutlich entspannt hat…