Algarve… mit Familie an Bord…

Mittwoch, 22.09.21… sie kommen… juhuu… und es steht die spannende Frage im Raum….“Wird uns unser Enkel noch erkennen“? 2,5 Monate haben wir ihn außer im Videocall nicht mehr live gesehen… gefühlt eine Ewigkeit, insbesondere für unseren Enkel… wir sind gespannt. Und dann ist es soweit… sie steigen aus dem Shuttle und die ersten Blicke treffen sich wieder… und?… jaaaah er hat uns sofort wieder erkannt… juhuuu… und wie er schon gewachsen ist und läuft… wow wir sind begeistert und freuen uns riesig…. 🙂

Bei der Gelegenheit bekommen wir auch wichtige Ersatzteile (quasi als VIP-Lieferung), u.a. ein neues UKW-Funkgerät (das Alte hatte seit Sines ein defektes Empfangsmodul). Einbau klappt gut und wir sind wieder auf Empfang… yeahh… 🙂

Die nächsten Tage sind spannend und aufregend für alle… ein Schiff ist ein richtiger Abenteuerspielplatz… jedoch nicht ganz ungefährlich, solange man noch etwas unsicher auf den Beinen ist…. und vor allem noch völlig sorglos, neugierig und risikofreudig alles entdecken will… spannend für Oma und Opa und noch spannender für die Eltern… 🙂 Es geht aber alles gut…. außer zwei kleinen Beulen aber dafür um viele Erfahrungen reicher… so vergehen die nächsten Tage wie im Fluge…

Schöne Ausflüge zur herrlichen Felsenküste, zur Shoppingmeile von Albufeira, in die Lagune bei Culatra und weiter nach Olhao, runden die nächsten Tage ab. Das Wasser ist herrlich warm zum baden… und das Beiboot fahren macht unserem Enkel auch sichtlich Spaß… obwohl er anfangs nur sehr skeptisch einsteigt. Erstaunlich auch, wie schnell seine Fortschritte bei allen Bewegungen an Bord sind… es wachsen ihm scheinbar schnell Seebeine… 🙂

Culatra ist ein netter kleiner Fischerort, der vom Ankerfeld gut mit dem Beiboot erreicht werden kann. Allerdings darf man nicht am farblich markierten Stegbereich festmachen, das ist für das Rettungsboot reserviert und kann bis zu 500,- € Strafe kosten.

Der Besuch von Olhao lohnt jedoch deutlich mehr und ist über ein schmales Fahrwasser von der Lagune aus zu erreichen…. viele kleine Restaurants… leckeres Essen und sehr gute Einkaufsmöglichkeiten (u.a. Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse in den Markthallen oder in großen Supermärkten).

Nachdem woir nch kurz am Ankerplatz vor den Markthallen lagen, bekamen wir einen Platz in der Marina. Das war Glück, da der Hafen eigentlich ausgebucht ist. Die Anlagen drumrum sind neu und fast fertig. Duschen gibt es noch keine, doch die haben wir ja an Bord.

Donnerstag, 30.09.21… der Abschied naht und fällt uns schwer… doch es nutzt nix… unsere Reise geht weiter und für unsere Kinder folgen noch ein paar Tage Cluburlaub an Land… „zur Erholung“… 🙂

Am nächsten Tag gibt es eine böse Überraschung… ein Aufschrei von Gerti aus der Pantry schreckt mich hoch… und anschließend starren wir beide entsetzt ins Spülbecken, wo sich eine große schwarze Kakerlake seitlich unter dem schräg stehenden Gummiausfluss-Sieb versteckt. Uaahh… sowas auf unserem Schiff… wie kann das sein… iiihhh…  ein schneller Griff zum Hammer aus der Werkzeugkiste… und mit dem Holzstiel ein gezielter Stoß… und sie ist platt. Das Entsetzten bleibt… war das die Einzige… hat sie schon Eier gelegt… wo kommt sie her? Jedenfalls folgt eine umfangreiche Großreinigung der Pantry.  Und dann wird schnell klar, wie das wohl ablief…. Die Seitenluke oberhalb des Spülbeckens war über Nacht offen (ohne Mückengitter) und darunter war diverses duftendes Obst… das scheint sie angelockt zu haben (sie können ja auch fliegen) und so muss sie durch die Luke in der Spüle gelandet sein. Wir lernen draus… künftig nicht nur alles Obst und Gemüse abwaschen, sondern nachts auch alle Luken mit Gittern gegen Ungeziefer schützen…. Das ging also nochmal gut… und wie die nächsten Wochen zeigen werden… ohne Folgen… 🙂

Sonntag, 03.10.21:

Seit gestern sind wir wieder auf dem Ankerplatz vor Culatra… und seit Wochen regnet es mal wieder und es ist ziemlich windig. Egal, wir haben ohnehin jede Menge zu um unsere LADY BLUE klar für den nächsten längeren Schlag zu machen. Die Spibäume werden ausgebaumt und neue Achterholer angepasst. Anschließen lassen wir sie gleich auf halber Höhe nach vorn angeschlagen, damit wir sie am nächsten Tag auf See leichter setzen können.

Das Beiboot kommt auf Vorschiff, was bei dem Wind etwas anstrengend ist, der Außenborder an die Reeling und die Windfahnensteuerung wird auch einsatzklar gemacht…. Gerti kocht noch vor und macht unter Deck schon vieles seeklar. Der Tag geht ruckzuck vorbei und wir können noch die Tosimotu begrüßen, die nach langem Zwischenstopp in Cascais auch gut an der Algarve angekommen ist.

Videocall noch mit unseren Kindern und Enkel, die gerade im Packstress sind, weil am nächsten Tag ihr Rückflug geht….. zack, schon sind für sie die 2 Wochen wieder vorbei, doch wir hatten ein paar sehr schöne Tage an Bord der LADY BLUE verbracht… das war sehr schön, insbesondere weil unser Enkel Marlon sich schon so toll weiterentwickelt hat…. Aber auch anstrengend, weil der Abenteuerspielplatz Schiff für ihn noch ziemlich gefährlich ist… aber alles gut gegangen…

Wir studieren noch mal den Wetterbericht und freuen uns, dass uns Henry von der SY Cavalou sein Wetterrouting zusendet. Das ist von einem Meteologen speziell für die morgige Fahrt erstellt und sieht ähnlich aus wie unser Report von Wetterwelt. Gibt ein gutes Gefühl wenn es übereinstimmt.

Gegen 23:00 Uhr fallen wir müde in die Koje, noch leicht unsicher ob wir bei Wind bis 31 Knoten und Welle bis 2,8 Meter tatsächlich starten sollen oder lieber noch einen Tag warten wollen. Morgen früh soll der neue Wetterbericht die finale Entscheidung bringen.

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